Hochmut. Habgier. Wollust. Zorn. Völlerei. Neid. Trägheit. Welche Todsünde steckt in dir?

Saligia – Spiel der Todsünden

Keira wird getrieben von ihrem Zorn. Überall ist sie die verhasste Außenseiterin, die ständig ausrastet und andere verletzt. Ihr Leben verändert sich radikal, als sie in das Eliteinternat Canterbury kommt. Denn Keira ist eine Saligia mit übernatürlichen Kräften und trägt das Erbe der Todsünde Zorn in sich. Auf der Canterbury School soll sie mit anderen Saligia lernen, ihre ungezügelte Wut zu kontrollieren. Kaum hat Keira sich eingelebt und in den geheimnisvollen Taran verliebt, da wird eine Mitschülerin tot aufgefunden. War es Mord? Als Keira Nachforschungen anstellt, merkt sie schnell, dass jeder Saligia sein eigenes Spiel der Lügen spielt. Befindet sich der Täter unter ihnen?

Leseprobe (auf der Verlagsseite)

 

Die Autorin

Swantje Oppermann studierte Literatur, Kultur und Medien an der Universität Siegen sowie Film- und Fernsehwissenschaften an der Universität Utrecht. Nach Zwischenstopps in Santa Barbara, Orlando und Bonn zog sie nach Berlin, wo sie für Film und Fernsehen tätig ist. Ihr erster Roman, der Jugendthriller Blindes Misstrauen, erschien 2016 und war für den SERAPH in der Kategorie Bestes Debüt nominiert.

Tagsüber arbeitet Swantje Oppermann bei einer Film- und Fernsehproduktionsfirma, erarbeitet Konzepte für neue Dokus, Serien und Filme. Sie schreibt unter anderem an den Drehbüchern für eine neue Dramaserie mit. Bei Nacht wird sie von Ideen ganz anderer Art heimgesucht: Fantastisches (Fantasy & Sci-Fi) für jugendliche LeserInnen. Wir sind gespannt …

Das Interview

Was bedeuten dir das Schreiben und die Literatur?

Swantje: Auf die Gefahr hin, total abgedroschen zu klingen: Ich schreibe Geschichten, seitdem ich das Alphabet gelernt habe. In meinem Leben gab es keine Phase, in der ich nicht an einer Geschichte, einem Lied oder einem Konzept gearbeitet habe. Schreiben und Lesen bieten mir die Möglichkeit, die Welt, die Menschen und mich selbst besser zu verstehen. Und manchmal geben sie mir die Möglichkeit, genau dieser Welt für kurze Zeit zu entfliehen.

Wie lautet dein wichtigster Tipp für angehende AutorInnen?

Swantje: Niemals aufgeben und immer gewillt sein, dazuzulernen. Die wenigsten Autoren haben das Glück, direkt mit ihrem ersten Manuskript eine Agentur oder einen Verlag zu finden. Ich selbst habe viele Manuskripte an Verlage geschickt – das erste mit 14 – und Dutzende Absagen erhalten. Rückblickend muss ich zugeben, dass die Texte nicht gut genug waren, um veröffentlicht zu werden. Ich bin ganz froh darüber, dass sie stattdessen in der Schublade gelandet sind. Zudem musste ich erst lernen, meine Texte zu überarbeiten und zu lektorieren.

Als AutorIn entwickelt man sich stets weiter. Jede(r) in seinem eigenen Tempo. Dazu gehört es, selbst viel zu lesen, auch Fachliteratur und Schreibratgeber.

 

Niemals aufgeben und immer gewillt sein, dazuzulernen.

 

Niemals aufgeben und immer gewillt sein, dazuzulernenWas hat dich zu Saligia – Spiel der Todsünden inspiriert?

Swantje: Das Konzept der „sieben Todsünden“ fasziniert mich, seitdem ich zum ersten Mal David Finchers „Sieben“ gesehen habe. Zudem wollte ich immer eine Geschichte über eine Gruppe Mädchen mit übernatürlichen Kräften schreiben. Als ich mir vor drei Jahren ein paar Storyideen für einen Drehbuchkurs ausdenken sollte, kam mir schließlich die zündende Idee.

Ich selbst werde nicht schnell wütend, aber ich kenne einige Personen, die sehr aufbrausend sind und ihre Emotionen nicht im Griff zu haben scheinen. Ich stellte mir vor, wie sich das anfühlt, wenn die Wut ständig aus einem herausplatzt. Zudem habe ich mich gefragt, ob dies eine Eigenschaft ist, die man bei anderen und sich selbst akzeptieren sollte oder ob es nicht besser wäre, sich zu ändern und an seiner Beherrschung zu arbeiten. In welchen Momenten ist dieses Verhalten nützlich – und wann wird es schädlich? Vom Thema Wut kam ich zum Zorn und schließlich zu den sieben Todsünden. Keira und die Saligia waren geboren.

Swantje triffst du online bei Instagram |  Saligia – Spiel der Todsünden ist bei Beltz & Gelberg erschienen