Buchkolumnistin

Drei Fragen an Stefanie Ross

© Schwitzke

Die in Lübeck geborene Autorin Stefanie Ross liebt ihr Motorrad, mit dem sie nicht nur die holsteinische Schweiz erkundet, sondern auch ausgedehnte Reisen durch Nordamerika und Skandinavien macht. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft hat sie sich für eine Karriere in der Finanzwelt entschieden, die sie in die Bankenmetropole Frankfurt führte. Seit fünf Jahren ist Stefanie Ross auch als Schriftstellerin erfolgreich. Die Begeisterung für die nordamerikanische Landschaft und Lebensart spiegelt sich in ihren Romanen ebenso wider, wie ihre große Liebe zum Meer, die sie schließlich zurück nach Schleswig-Holstein führte, wo sie heute mit ihrer Familie lebt, zu der selbstverständlich die Haustiere, zwei zutrauliche Meerschweinchen, gehören. Zu ihren Lieblingsgetränken befragt, nennt sie an erster Stelle Kaffee [viel!] und gelegentlich nach getaner Arbeit ein Glas Single Malt Whisky.

Im Wechsel mit Kristina Günak arbeitet sie an einer Romanreihe, die an der Nordseeküste spielt und neben einer humorvollen Liebesgeschichte mit Happy End, bei Stefanie Ross nicht anders zu erwarten, immer auch eine gute Prise Spannung enthält. Die Autorin gehört zu den »International Thriller Writers«, den »Mörderischen Schwestern« und ist Mitglied in der Autorenvereinigung »DELIA«.

Meine erste Frage an Stefanie Ross lautet: Ihr aktueller Roman wird im Buchhandel unter »Romantic Suspense« geführt. Für mich klingt das nach einem Fachbegriff für Insider. Was genau bedeutet er?

Stefanie Ross   Neben meinen reinen Thrillern schreibe ich auch Bücher, in denen neben der Spannung und Action auch eine Liebesgeschichte einen großen Teil einnimmt; diese werden als »Romantic Suspense« bezeichnet. Am Ende überlebt in diesen Büchern der Held nicht nur alle Gefahren, sondern hat auch seine große Liebe gefunden. Ein Happy End ist bei diesen Büchern Pflicht!

Jeanine Ihre Storys spielen im In- und Ausland. Welchen speziellen Charme hat eine deutsche Kulisse?

Stefanie Ross   Häufig wird gesagt, dass es in Deutschland keine »Sehnsuchtsorte« gibt, sondern man Bücher zwingend im Ausland ansiedeln muss. Dem kann ich nur energisch widersprechen: Hamburg oder Frankfurt sind perfekte Schauplätze für rasante Thriller und eine Liebesgeschichte kann wunderbar an der Nordsee oder Ostsee angesiedelt werden. Die begeisterten Rückmeldungen der Leser(innen) zeigen, dass auch diese Orte im Inland als Fluchtort aus dem Alltag geeignet sind.

Jeanine   Wohin geht es in ihrem nächsten Buch?

Stefanie Ross   Diesen Monat erscheint mit »Heart Bay – Bedrohliche Vergangenheit« der Abschlussband einer Trilogie, die in Oregon (USA) spielt und neben einer großen Portion Spannung auch eine Liebesgeschichte enthält und damit zum »Romantic Suspense« gehört.

Danach steht dann in einem Thriller wieder ein deutscher Schauplatz auf dem Programm: In der idyllischen Landschaft zwischen Schlei und Ostsee wird es spannend. Ein ehemaliger Soldat versucht als Landarzt einen ruhigen Neuanfang in der Gegend, aber mit der Ruhe ist es vorbei, als er der Ursache einiger merkwürdiger Krankheitsfällen nachgeht und sich mit einem beinahe übermächtigen Gegner anlegt.

Heart Bay – Bedrohliche Vergangenheit

Rick Grayson hat sich nach seiner Zeit beim Militär eine neue Karriere als erfolgreicher Thrillerautor aufgebaut. Doch mit seiner Ruhe im idyllischen Küstenstädtchen Heart Bay ist es schlagartig vorbei, als sich ein vermeintlicher nächtlicher Einbrecher als die Schwester eines ehemaligen Kameraden entpuppt. Ella Hawksen ist verzweifelt: Ihr Bruder sitzt wegen Mordverdachts im Gefängnis und ihm droht die Todesstrafe. Sie bittet Rick um Hilfe, und ehe sie sich versehen, stecken die beiden mitten in lebensgefährlichen Ermittlungen …

Band 1: Heart Bay – Letzte Hoffnung
Band 2: Heart Bay – Mörderische Geschäfte

Stefanie Ross trifft man auf Messen und Conventions oder bei Facebook. Auf ihrer Website informiert sie ausführlich über aktuelle Buchprojekte.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Februar 2017 im Stadtmagazin Da Capo (Braunschweig) unter der Rubrik »Die Buchkolumnistin«. Die Fragen stellte Jeanine Krock.